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Samstag, 26. Mai 2018

Freddy Camerer mags hitzig

Freddy Camerer, Grillweltmeister.
Freddy mit Helfer Roger am Grill.
Diesen sympathischen Kerl lernte ich am Mittwoch kennen, er war der Grillmeister beim Feuerstellengespräch der "Schweizer Familie" mit einem Prominenten (siehe Eintrag von gestern). Freddy Camerer aus Samstagern ist gelernter Restaurateur und Hotelier, Weltmeister im Dauergrillieren sowie, in der selben Disziplin, Weltrekordhalter. Man sieht ihn oft im FernsehenXXL BBQ heisst Freddys Firma, er kann an einem Anlass bis zu 10 000 Leute verköstigen und besitzt einen mehrere Tonnen schweren Grill, den er selbst entwarf. Der Auftrag am Mittwoch war für ihn, nehme ich an, Peanuts. Doch er legte sich für die paar Leutchen gewaltig ins Zeug und servierte immer neue Delikatessen, wobei er sowohl auf dem Gasgrill als auch auf dem offenen Feuer arbeitete. Sollte ich einmal eine Monsterparty schmeissen wollen, weiss ich, wen ich fürs Essen anheuere.

Freitag, 25. Mai 2018

Trocken über die Thur

In der "Schweizer Familie" kommen im Sommer "Feuerstellengespräche" mit Prominenten; die Zeitschrift unterhält ein Feuerstellennetz in der ganzen Schweiz. Diese Woche führte ich ein solches Gespräch an der Feuerstelle von Bussnang beim Ganggelisteg - mit wem, möchte ich noch nicht sagen. Aber jedenfalls lernte ich besagten Steg kennen, der über die Thur nach Weinfelden führt. Mit 120 Metern Länge ist der Ganggelisteg, Fussgängern und Velölern vorbehalten, die längste Seilbrücke im Kanton Thurgau.

Donnerstag, 24. Mai 2018

O ihr schönen Möcken


In der neuen Ausgabe der "Schweizer Familie", ab heute am Kiosk, findet sich von mir ein grosser Artikel über 17 markante, schöne, bemerkenswerte Findlinge im Land; Findlinge, dies zur Auffrischung des Schulwissens, sind grosse Steine, die einst auf einem Gletscher ein Stück zurücklegten, bis sie abgeworfen wurden. Hier seien nur zwei Findlinge von der Liste erwähnt, erstens der Pierrabot oder Pierre-à-bot bei Neuenburg (rechts). Und zweitens der Druidenstein von Morschach (oben). Er steht dort auf dem Gelände des Golfclubs, ist aber mit einem öffentlichen Weg erschlossen. Wer mehr wissen will: Zeitschrift kaufen!

Mittwoch, 23. Mai 2018

Gute Nachricht für Weichwanderer

Die neuen Wanderkarten 1:50 000 sind da - nun, jedenfalls die ersten 16 Blätter, die den Alpennordhang sowie das zentrale Mittelland abdecken. Bis Herbst 2020 werden, informiert Swisstopo, alle 59 Blätter vorliegen. Die neuen Karten sind etwas schmaler als frühere Ausgaben, das Papier wasser- und reissfest. Und neu sind die Wegkategorien genauer gekennzeichnet: Der Benutzer kann auf den ersten Blick Hartbelag und Naturbelag unterscheiden. Das erleichtert die Planung, wenn man - wie ich - Wert darauf legt, möglichst weich zu wandern.
Ausschnitt aus einer neuen Wanderkarte. Eine orange (nicht gestrichelte)
Linie zum Beispiel zeigt eine Strasse mit Naturbelag an.

Dienstag, 22. Mai 2018

Philippus Arabs

Philippus Arabs.
(Bild: Wikicommons/
George Shuklin)
Gewusst? Es gab einen römischen Kaiser, der auf dem Gebiet des heutigen Syrien geboren wurde. Er hiess Marcus Iulius Philippus und trug den Beinamen "Arabs", der Araber. Von 244 bis zu seinem Tod 249 regierte er. Sein Vater scheint ein Nomadenführer in römischen Diensten gewesen sein, ein Scheich, der Sohn wiederum stieg in der Berufsarmee Roms schnell auf. Alles weitere findet man hier - und nun entschuldige ich mich dafür, dass das mit Wandern eigentlich gar nichts zu tun hat. Wobei! Ich stiess unterwegs auf den Wikipedia-Eintrag, als ich zum Wandern fuhr. Immerhin das.

Montag, 21. Mai 2018

Wohnen in Winterthur

Die Villa Neuenhofer an der Hohfurristrasse in Winterthur.
Am Samstag war ich zu Besuch in Winterthur und ging dann noch über den Brühlberg nach Winterthur-Wülflingen: eine Miniwanderung von anderthalb Stunden, die mir viele neue Eindrücke bescherte. Unter anderem kam ich an der Villa Neuenhofer vorbei, die  geschützt ist und 1928 fertiggestellt wurde. Kreiert hat den neoklassizistischen Bau der Winterthurer Architekt Robert Rittmeyer, zu dessen Markenzeichen, wie ich lese, Pappelalleen gehörten. Kurz nachdem ich die Villa passiert hatte, kam ich nah der Töss an ganz anderer Architektur vorbei: seltsam in die Landschaft gestellten Mehrfamilienhäusern, die wirkten wie Kartonkulissen.
Diese Wohnschachteln ganz nah bei der Villa fand ich bizarr.

Sonntag, 20. Mai 2018

Pretty Prättigau

Der Güggelstein von Pany.
Unterwegs taleinwärts Richtung St. Antönien.
Herrlich wars vorgestern - nur schon die Anreise im Kleinposti von Schiers nach Pany auf einer Holperpiste durch Hangdörfer mit Namen wie Putz. Von Pany aus wanderten Ronja und ich nach St. Antönien, wobei wir am Anfang einen Umweg machten und den bekannten Güggelstein besuchten. Weiter taleinwärts hätten wir eigentlich über das Capöllerbüel gehen wollen, doch war jener Pfad von gestürzten Bäumen verschüttet, Nachwirkungen des Januarsturms Burglind; wir nahmen die etwas kürzere und tiefer gelegene Variante via Alpanova. Knallgelb waren die Maienwiesen, doch weiss noch die Berge vor uns, es duftete nach Blüten und Harz, die Bäche rauschten beflissen. In St. Antönien kehrten wir im Rhätia ein, das nach der Saisonpause seit zwei Tagen wieder offen ist. Der Zmittag mundete ausgezeichnet, der Wirt dort ist übrigens kein heimischer Walser, sondern ein Deutschfreiburger, er seislerte stark. Das Dorfkirchlein gleich neben der Wirtschaft ist in seiner zum Himmel strebenden Spitzigkeit - Spätgotik - immer wieder rührend, wir inspizierten es in Faszination und Ehrfurcht. Derweil es nun sanft zu regnen begann, hielten wir am Hang von Ascharina noch hinab zur Alten Post von Ascharina. Von dort trug uns das Postauto - diesmal ein grösseres, in dem wir freilich die einzigen Fahrgäste waren - heimwärts.
St. Antönien und sein schönes, schlankes, spätgotisches Kirchlein.